Schlagwerk

Kurzportrait

Zum Schlagwerk im Sinfonieorchester gehört im Grunde alles, was nicht einer der anderen Instrumentengruppen (Holzbläser, Blechbläser, Streicher) zuzuordnen ist.

Ausnahmen hierbei machen vor allem die Pauken und Instrumente wie Harfe oder Klavier, die von Spezialisten übernommen werden.

Zum Grundstock des Schlagwerks zählt man die Große Trommel, die Becken und das Triangel. Sie tauchen prominent zum ersten Mal auf in Stücken wie Mozarts "Die Entführung aus dem Serail", später in Beethovens neunter Sinfonie. Beide Male unterstützen sie die - für damalige Verhältnisse - eigentümlichen Klänge im Opernhaus bzw. Konzertsaal. Bei Mozart ist es die vermeintliche Adaption "türkischer" Musik, bei Beethoven eine Ahnlehnung an Militärklänge. In der italienischen Oper (vor allem Verdi) gehört diese Kombination jedoch schon zum Standard und trägt wesentlich zur Durchschlagskraft und Brillanz des Tuttiklanges bei.

Mittlerweile hat sich das Spektrum des Schlagwerks enorm (eigentlich ins Unendliche) geweitet. Wichtige Instrumente wie Glockenspiel und andere Stabspiele (Xylophon, Vibraphon, Marimbaphon), Celesta, Tamtam, Gong und eine ständig erweiterte Anzahl von Effektinstrumenten (Ratsche, Hupe, Flexaton, Donnerblech, Ziehflöte, Guiro ("Gurke"), Regenholz, um nur ein paar zu nennen) gehören mittlerweile zum mehr oder weniger ausgebauten Repertoire eines Schlagzeugers.

In neuen Kompositionen ist es daher nicht verwunderlich, dass so ausgefallene Klangerzeuger wie Staubsauger stets dem Schlagwerkregister anvertraut werden, obwohl sie mit "schlagen" im engeren Sinne nichts mehr zu tun haben.

Für weitere Informationen sei Ihnen die Internetseite der Wikipedia empfohlen, von der auch dieses Kurzportrait entnommen wurde.

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