Klarinetten

Kurzportrait

Die Klarinette ist das jüngste Holzblasinstrument und wurde als letztes von den vier Holzblasinstrumenten (Flöte, Oboe, Fagott, Klarinette) als Mitglied in das Symphonieorchester aufgenommen (zur Zeit der "Wiener Klassik" in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts).

Die Klarinette in B, ein Holzblasinstrument in Sopranlage, ist das gebräuchlichste Instrument der Klarinettenfamilie. Im Orchester werden auch die Stimmungen A und C sowie die kleine Klarinette (in Es oder D), das Bassetthorn in F und die Bassklarinette in B eingesetzt.

In Militär- und Blaskapellen, wo die Klarinette das wichtigste Holzblasinstrument ist, sind auch hohe Klarinetten in F und As vertreten. In den USA gibt es auch reine Klarinettenorchester, in denen neben den gängigen Klarinetten Altklarinette (in Es) und Kontrabassklarinette (in B) gespielt werden.

Die Klarinette besteht aus 5 Teilen: dem Mundstück in Schnabelform mit dem einfachen Rohrblatt, der Birne (auch: Kopfstück; ein birnenförmig erweitertes Rohrstück, in Österreich auch Fassl genannt), dem Oberstück (Linke-Hand-Stück) und Unterstück (Rechte-Hand-Stück) sowie dem trichterförmigen Schallbecher.

Die Gesamtstimmung des Instrumentes kann durch den Einsatz verschieden langer Birnen geringfügig korrigiert werden.

Der Klappenmechanismus ist besonders kompliziert, da die Klarinette in die Duodezim überbläst, wodurch sich ihre Grundskala auf 19 Halbtöne ausdehnt. Die anderen Holzblasinstrumente überblasen in die Oktave (12 Halbtöne).

Für weitere Informationen sei Ihnen die Internetseite der Vienna Symphonic Library empfohlen, von der auch dieses Kurzportrait entnommen wurde.

Ganz vorne im Orchester - Die Klarinetten